Menschen sind alles

People Are Everything

Der Raum prägt die Menschen.

Ich bin in Seoul geboren und aufgewachsen, einer Stadt aus Beton, Apartmenthäusern und endloser Bequemlichkeit. Geschäfte sind 24/7 geöffnet, Essenslieferungen kommen zu fast jeder Stunde an, und alles bewegt sich schnell.

Heute lebe ich in Breslau, Polen.

Verglichen mit Seoul fühlt sich das Leben hier langsamer an. Es gibt weniger Geschäfte, weniger Märkte, und manchmal fühlt sich sogar das Internet langsamer an. Zuerst vermisste ich die Bequemlichkeit und Geschwindigkeit von Seoul.

Aber mit der Zeit wurde mir etwas Wichtiges klar:

Bequemlichkeit ist nicht alles.

Wir werden davon beeinflusst, wo wir leben und von den Menschen um uns herum. Die Menschen, denen wir täglich begegnen, prägen unsere Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen. Positive Umgebungen helfen uns zu wachsen, während negative uns langsam ebenfalls verändern können.

Mein Hund Soju hat mir diese Lektion gelehrt.

Soju war einst ein streunender Hund. Als ich sie zum ersten Mal traf, hatte sie vor allem Angst. Kleine Geräusche erschreckten sie, und sie vertraute Menschen nicht leicht.

Sieben Monate später ist sie ein anderer Hund.

Sie genießt es, Menschen zu treffen, liebt ihre Spaziergänge und ist selbstbewusst und klug geworden. Ich glaube, ein Grund für diese Veränderung ist ihre Umgebung. Sie hat ein sicheres Zuhause, tägliche Spaziergänge, saubere Luft und Menschen, die sich um sie kümmern.

Menschen sind nicht so anders.

Wir brauchen grüne Wälder, saubere Luft und freundliche Menschen um uns herum. Wir brauchen Nachbarn, die lächeln, und eine Umgebung, die es uns erlaubt, ab und zu langsamer zu werden.

Manchmal frage ich mich:

Was wäre, wenn ich Soju in Seoul großziehen würde?

Vielleicht wäre sie immer noch glücklich. Vielleicht auch nicht.

Es geht hier nicht darum, welche Stadt besser ist. Seoul bietet unglaubliche Bequemlichkeit. Polen bietet etwas mehr Platz, Ruhe und Zeit.

Was ich gelernt habe, ist einfach:

Sowohl Menschen als auch Hunde werden von ihrer Umgebung geprägt.

Das ist auch einer der Gründe, warum ich Aura3am gegründet habe.

Ich möchte nicht, dass Aura3am nur ein Geschäft ist, das Kosmetika verkauft. Es gibt bereits viele Orte, an denen man Hautpflegeprodukte kaufen kann.

Ich möchte, dass Aura3am eine Quelle positiver Energie und ein guter Ort für Menschen ist. Ein Ort, an dem sich Kunden wohlfühlen, Lächeln austauschen, ein kleines Stück Korea entdecken und sich besser fühlen, als sie bei ihrer Ankunft waren.

Denn Produkte sind wichtig, aber Menschen sind wichtiger.

Je älter ich werde, desto mehr glaube ich, dass eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben die Wahl ist, wo man lebt und mit wem man seine Zeit verbringt.

Denn am Ende sind Menschen alles.

 

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